Das Harzer Rote Höhenvieh

  
Aktueller Standort: auf der Weide an der Bahn in Hattorf, Nähe Segelflugplatz.

Das "Harzer Rote Höhenvieh" gehört wohl zu den ältesten und ursprünglichsten Nutztierrassen. Das einst aus Frankreich und England eingeführte Keltenrind erhielt im späten 19. Jahrhundert durch Einkreuzung von Berner, Tiroler und Zillertaler Rindern seinen typischen Charakter. Seine dadurch gewonnenen günstigen Eigenschaften für eine klimatisch und geographisch schwierige Region, wie den Harz, machten es zu einem wertvollen Nutztier für die damals ansässigen Bergleute.

Harzer Rotes Höhenvieh bewacht vom Harzer Fuchs
Harzer Rotes Höhenvieh bewacht vom Harzer Fuchs

Dieses sogenannte Dreinutzungsrind lieferte ihnen Milch, Fleisch und zur Erleichterung der Arbeit die Muskelkraft. Durch seine robuste Konstitution, Langlebigkeit und Anspruchslosigkeit ist es heute noch genauso wie früher für den Harz geeignet. Für die Bergleute war die Haltung und Pflege der Tiere überlebensnotwendig, denn sie erbrachten die Hälfte der Familieneinnahme.
Später dann, als die Nahrungsbeschaffung einfacher, die Konkurrenz der Leistungsrassen immer größer wurde und der Lebensstandard der Harzbewohner stieg, ging die Nutzung der Tiere drastisch zurück, so dass die Rasse auszusterben drohte. Deshalb wurde sie 1997 zur "gefährdeten Nutztierrasse des Jahres" erklärt. Heute existieren im Harz nur noch bzw. wieder kleine Herden.

 

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