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Wilhelm Dannenberg, ein Besucher einer unserer Betriebsführungen, war so begeistert, dass er sich nachträglich bei uns bedankt hat und gleich noch ein Gedicht mitgesendet hat, was er in dem Buch "Kleine Bettlektüre für alle, die den Harz lieben" gefunden hat:
"Braunkohl mit Harzer Schmorwurst" ist eine echte Harzer Spezialität und wird außerordentlich geschätzt. Ebenso delikat schmeckt "Harzer Schmorwurst mit Kartoffelsalat".
Wenn man aber nach dem Rezept fragt, hüllen sich sie Harzer Hausfrauen in eisiges Schweigen. Man bekommt allenfalls schalkhaft erklärt, es sei "das reine Wort Gottes". Beim Verzehr stellt man oftmals fest, dass die Schmorwurst so ihre Tücken hat. Deshalb wird folgende "Gebrauchsanleitung" mitgegeben:
Die Harzer Schmorwurst
Die Rose blüht, der Dorn, der sticht,
Die Harzer Schmorwurst tut das nicht.
Sie duftet nur und glänzt von Fett
Und ruht gemächlich und adrett
Voll Saft und Kraft im Teller hier,
Zu locken deines Gaumens Gier.
Jedoch, wer ihr zum Attentat
Mit Ungeschick und Gabel naht
Und ihr mit allzu raschen Händen
Von oben zwischen beiden Enden
Den Stich versetzt und hurtig schneidet,
Was meint ihr wohl, was der erleidet?
Die Schmorwurst, saft- und tugendvoll,
Spritzt ihm vor Wut aufs Kamisol!
"Die Rose kühne Räuber ritzt,
Die Schmorwurst - zum Vergleiche - spritzt"
Wer seinen Schlips und Kragen liebt,
Der tue, was man hierorts übt:
Der Schmorwurst nah mit sanften Mienen,
Dann wird sie dir desgleichen dienen.
Am Zipfel, der dir abgewandt,
Pick ihr ein Loch mit sich'rer Hand,
Die Wurst wird ohne ein Verdrießen,
So angezapft, ihr Fett vergießen
Und ist dann, nicht mehr prall und breit,
Ergebenst zum Genuss bereit.
Zuerst den Widerstand erweichen!
Reizt das nicht manchen zu Vergleichen?
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